Schottlands Gastgewerbe in der Krise: Wenn steigende Zinsen das Überleben zur echten Herausforderung machen




Die schottische Regierung kündigte einen Nachlass von 15 % auf die Gewerbesteuer für berechtigte Einzelhandels-, Gastronomie- und Freizeitunternehmen an, zusammen mit einem Übergangsentlastungspaket in Höhe von 184 Millionen Pfund für den dreijährigen Neubewertungszyklus. Auf Druck der Branche erhöhte sie die Entlastung für lizenzierte Gastronomiebetriebe anschließend auf 40 %. Doch die Rückmeldungen der Unternehmen sind unmissverständlich: Für viele steigen die Rechnungen weiterhin. Für Finanzvorstände in der Gastronomie sind Gewerbesteuern nicht mehr nur ein fester Immobilienkostenposten, der still und leise unter dem Strich steht. Sie sind nun ein akuter wirtschaftlicher Druck. Einer, der genau zur gleichen Zeit auftritt wie Lohninflation, Arbeitskräftemangel, Energieschwankungen und eine ohnehin schon fragile Verbrauchernachfrage. Was in Schottland geschieht, ist ein Warnschuss für die gesamte Branche. Selbst dort, wo Regierungen mit Entlastungen eingreifen, kann sich die zugrunde liegende Kostenbasis immer noch schneller zu Ihren Ungunsten entwickeln, als die Unterstützung dies ausgleichen kann. Ein vorübergehender Rabatt löst kein strukturelles Rentabilitätsproblem.Die wichtigste Erkenntnis für CFOs lautet: Behandeln Sie Steuererhöhungen nicht als etwas, das man einfach hinnehmen muss. Behandeln Sie sie als etwas, das hinterfragt werden muss. Wenn die steuerpflichtigen Werte so stark steigen, dass manche Unternehmen einen Anstieg von bis zu 64 % melden, müssen Finanzteams sich viel genauer mit dem Risiko pro Standort, der tatsächlichen Rentabilität nach Standort und der Frage befassen, ob alte Annahmen zu Auslastung, Format, Preisgestaltung und lokalen Betriebskosten noch zutreffen.In diesem Umfeld bedeutet Resilienz nicht, darauf zu hoffen, dass sich die Lage verbessert. Es geht darum, zu handeln, bevor höhere Fixkosten zu geringeren Erträgen führen. Das bedeutet, das Immobilienportfolio zu überprüfen und auf Standortebene neu zu prognostizieren. Den Cashflow einem Stresstest zu unterziehen und Bewertungen gegebenenfalls zu hinterfragen. Es gilt, Kategorien erneut zu betrachten, die in der Vergangenheit einfach als Gemeinkosten abgehakt wurden. Wenn die Zinsen stark steigen, kommt es auf jede nicht kontrollierte Kostenstelle an, da kleine Lücken zu erheblichen Margenverlusten führen können. Der entscheidende Punkt ist: Im Gastgewerbe ist Kostenkontrolle nicht mehr defensiv, sondern strategisch.Die Unternehmen, die diese Phase am stärksten überstehen, werden nicht diejenigen sein, die darauf warten, dass die Politik gnädiger wird. Es werden diejenigen sein, die die Finanzen als Frühwarnsystem nutzen, um Druck früher zu erkennen, schneller zu handeln und die Margen zu schützen, bevor der Markt das Problem erzwingt. Die Debatte im schottischen Gastgewerbe legt tatsächlich eine umfassendere Wahrheit offen. Entlastungsmaßnahmen mögen den Schlag abmildern, aber sie stellen die Kontrolle nicht wieder her.Wenden Sie sich an Ihren Berater bei der ERA Group, um zu besprechen, wie wir Ihnen helfen können, die Kontrolle zurückzugewinnen.

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