Aus Abfall wird Wert: Wie Rosewood die Entsorgungskosten für abgeschriebene Lagerbestände um 47 % senkte




Rosewood Pet Products Ltd (Rosewood) ist eine führende Marke für Heimtierprodukte. Seit 2011 fungiert ERA als spezialisierter Berater für Abfallwirtschaft bei Rosewood – mit dem Ziel, Kosten und Risiken zu senken, während sich das Unternehmen in einem sich wandelnden regulatorischen Umfeld zurechtfindet und politische Änderungen vorwegnimmt, bevor sie sich negativ auswirken.
Rosewood stellte fest, dass bei einer Charge von Kissen aus 100 % Polyester (Außenstoff und Füllmaterial) die Etiketten zur Brandschutzkennzeichnung fehlten. Obwohl für Tierbettwäsche in der Regel keine Brandschutzkennzeichnung vorgeschrieben ist, konnte Rosewood die Endverwendung der Produkte nach deren Markteinführung (z. B. in Privathaushalten) nicht garantieren und schrieb den Lagerbestand daher – im Sinne einer verantwortungsvollen Vorgehensweise – ab.
Diese Entscheidung löste eine ganze Reihe von Kosten- und Betriebsproblemen aus:
Aus betrieblicher Sicht schätzte Rosewood den Umfang auf 150 Paletten mit Kartons unterschiedlicher Größe – was etwa fünf Auslieferungsladungen aus dem Lager entspricht. Jeder Entsorgungsdienstleister würde zudem Kosten für das Auspacken/die Handhabung, die Aufbereitung und den Transport berechnen. Ein Angebot des bisherigen Abfallentsorgers belief sich auf etwas über 12.000 £ für die geschätzten 150 Paletten; die endgültige Zahl wurde später auf 176 Paletten bestätigt, was bedeutete, dass die Kosten für die Entsorgung voraussichtlich 15.000 £ vor Zusatzkosten übersteigen würden.

Wir haben uns von einem Ansatz leiten lassen, bei dem Compliance an erster Stelle steht und Kostenbewusstsein im Vordergrund steht. Der ERA-Experte Dan Howells hat die rechtliche Lage und künftige politische Signale (einschließlich des bevorstehenden britischen Emissionshandelssystems) geprüft und anschließend der Umsetzung der Abfallhierarchie Priorität eingeräumt: Die Vernichtung soll vermieden werden, sofern ein sicherer und vorschriftsmäßiger Recyclingweg besteht.
Auf der Grundlage unserer Fachkenntnisse im Bereich Kunststoffrecycling haben wir die Kissen vor Ort begutachtet und Musterexemplare mitgenommen, um sicherzustellen, dass keine Behandlungen vorgenommen wurden, die das Recycling behindern könnten. Parallel dazu haben wir unser Netzwerk aktiviert. Dank unserer umfassenden Marktkenntnisse in der Abfallwirtschaft konnten wir erneut Kontakt zu – einem führenden und innovativen Abfallrecyclingunternehmen – aufnehmen, das in Zusammenarbeit mit der Heilsarmee eine Aufbereitungsanlage betreibt. Es wurde ein Testlauf mit zwei bis drei Paletten vereinbart, um die Annahmebedingungen für verschiedene Kissenformen und Verpackungsformate zu prüfen.
Der Versuch bewies, dass das Polyester pelletiert werden konnte. Zwar handelte es sich um Pellets minderer Qualität, doch der Lieferant hatte einen nachgelagerten Hersteller, der genau diese Spezifikation benötigte, wodurch ein direkter Absatzmarkt entstand und der Kreislauf geschlossen wurde. Mit diesem Nachweis in der Hand handelten wir zügig: Die erste volle Ladung wurde geliefert und ohne Probleme verarbeitet. In sieben Lieferungen – rund 420 Arbeitsstunden vor Ort, einschließlich Annahme, Entladung, Auspacken und Zerkleinerung – wurden 6,68 Tonnen Polyestergranulat produziert, das zur Wiederverwendung bereit ist (z. B. zur Garnspinnerei oder für Formteile).
Rosewood sparte Kosten in Höhe von über 7.000 £ im Vergleich zu den Kosten von mehr als 15.000 £, die bei einer Vernichtung angefallen wären, bewahrte alle 176 Paletten vor der Verbrennung und schuf Platz im externen Lager. Die Lösung stand im Einklang mit der Umweltpolitik von Rosewood. Entscheidend war, dass für das pelletierte Endprodukt ein verifizierter Abnehmer vorhanden war, wodurch sichergestellt wurde, dass das Material tatsächlich wiederverwendet und nicht nur verlagert wurde.
Übersicht über die Ersparnisse
Einsparung: 47 % gegenüber den Kosten für die herkömmliche Abfallentsorgung
Abfallvermeidung: 176 Paletten (verschiedene Kartongrößen)
Rückgewonnenes Material: 6,68 Tonnen Poly estergranulat
Bearbeitete Ladungen: 7 (erste Ladung März 2025)
