Vom Abfall zum Gewinn: Wie ABB Spanien mit der ERA Group jährlich 750.000 € erwirtschaftete




Von Satelliten in der Erdumlaufbahn bis hin zu Kraftwerken auf dem Meeresgrund – die Technologien von ABB sind in nahezu allen Bereichen der modernen Industrie zu finden. Asea Brown Boveri (ABB), das schweizerisch-schwedische führende Unternehmen für Elektrotechnik und Industrieautomation mit Hauptsitz in Zürich, ist in über 100 Ländern tätig, beschäftigt mehr als 135.000 Mitarbeiter und erzielt einen Jahresumsatz von 36 Milliarden Euro.
In Spanien und Portugal ist ABB für seine Kompetenzzentren und wegweisenden Projekte bekannt, die Innovationen in den Bereichen Robotik, Elektrifizierung und Automatisierung vorantreiben. Doch selbst erstklassige Ingenieursunternehmen stehen vor Herausforderungen, wenn es um Kosten geht, die nicht im Kerngeschäft liegen.
„Bei den direkten Kosten lagen wir sehr gut im Rennen, aber wir haben die indirekten Kosten außer Acht gelassen. Und wenn man diese über mehrere Standorte hinweg zusammenrechnet, ergibt sich eine sehr hohe Summe.“ – Rafael Suñé, ehemaliger CPO, ABB Spanien und Portugal
Diese Erkenntnis eröffnete ABB die Möglichkeit, zu prüfen, wie die ERA Group dabei helfen könnte.
Indirekte Kosten – Reinigung, Büromaterial, Außenanlagenpflege und Abfallentsorgung – treiben zwar keine Produktinnovationen voran, wirken sich jedoch direkt auf die Rentabilität aus. Bei ABB Spanien wickelten fünf Werke und bis zu 25 Kostenstellen ihre Beschaffung eigenständig ab.
Das Ergebnis war eine Zersplitterung:
Erschwerend kamen Compliance-Anforderungen hinzu. Das spanische Gesetz (LISMI – LGD) verpflichtet Unternehmen von der Größe der ABB, die aktive Einbindung von Arbeitnehmern mit Behinderung nachzuweisen – sei es durch direkte Einstellung, durch die Zusammenarbeit mit speziellen Arbeitsvermittlungsstellen oder durch Beiträge an Stiftungen. Zudem musste ABB sicherstellen, dass ihre Lieferanten das strenge globale Lieferantenqualifizierungssystem des Unternehmens erfüllten.
Die Herausforderung war klar: indirekte Kosten vereinfachen und konsolidieren, Einsparungen erzielen und den Verpflichtungen im Bereich der sozialen Verantwortung nachkommen – und das alles, ohne den täglichen Betrieb zu beeinträchtigen.
Der Ansatz der ERA Group bestand darin, Fachwissen mit praktischem Engagement vor Ort zu verbinden.
Das Projekt begann mit einer umfassenden Prüfung der vier Kategorien:
Luis Ybarra, Experte bei der ERA Group, stellte ein spezielles Expertenteam zusammen. Die einzelnen Mitglieder arbeiteten eng mit den von ABB benannten Ansprechpartnern zusammen und stimmten sich gleichzeitig mit den Werksleitern in ganz Spanien ab.
Der Ablauf war wie folgt:
Die Kommunikation war entscheidend. Analysten besuchten Fabriken, standen in direktem Kontakt mit den Beteiligten und sorgten dafür, dass die Betriebsstörungen auf ein Minimum beschränkt blieben. Die anfängliche Skepsis wich bald dem Vertrauen.
„Als wir anfingen, zögerten einige Mitarbeiter, Informationen weiterzugeben. Doch sobald die ERA-Berater persönlich mit jedem Team gesprochen hatten, wendete sich alles zum Positiven.“ – Rafael Suñé, ehemaliger CPO, ABB Spanien und Portugal
Gesamtersparnis, die in den fünf Werken von ABB Spanien in vier Kategorien indirekter Kosten erzielt wurde.
Die höchsten Einsparungen in einer einzelnen Kategorie, erzielt durch Lieferantenkonsolidierung und Vertragsneuverhandlungen.
Die Reinigungsverträge wurden neu verhandelt und für fünf Werksstandorte zusammengefasst, was zu einer Kostensenkung von 32 % führte.
Die Verträge für Landschaftspflege wurden von mehreren Anbietern auf einen optimierten Lieferantenstamm konsolidiert.
Anstatt lediglich Kosten zu senken, steigerte ERA die Einnahmen, die ABB aus dem Verkauf von Metallabfällen erzielte, und erhöhte den Erlös um 24 %.
Die Kosten für die Abfallentsorgung konnten durch eine Straffung des Lieferantenstamms und verbesserte Vertragsbedingungen um 22 % gesenkt werden.

Durch die Zusammenarbeit konnten jährliche Einsparungen in Höhe von 750.000 € erzielt werden, was in den vier Kategorien einem Anteil von bis zu 25 % entspricht.
Aufschlüsselung der Ergebnisse:
Abgesehen von den Zahlen konnte ABB folgende Erfolge verzeichnen:
Das Projekt von ABB Spanien zeigt, dass selbst Unternehmen mit einer erstklassigen Beschaffung bei den direkten Kosten in den indirekten Kategorien erhebliches Wertpotenzial ungenutzt lassen können.
Dank der Branchenexperten von ERA konnte ABB nicht nur finanzielle Einsparungen erzielen, sondern auch Prozesse etablieren, die die Komplexität reduzierten und die Compliance stärkten.
Was als fragmentierter Ansatz in fünf Werken und 25 Kostenstellen begann, entwickelte sich zu einer einheitlichen Strategie, durch die ABB Spanien jährlich eine Dreiviertelmillion Euro einsparen konnte.
Durch die Nutzung der Erkenntnisse von ERA konnte ABB:
Für Führungskräfte in der Wirtschaft ist die Botschaft klar: Indirekte Kosten spielen eine wichtige Rolle. Strategisch gesteuert können sie Einsparungen ermöglichen, Abläufe vereinfachen und Unternehmenswerte stärken.
„Der Schlüssel zum Erfolg liegt in der Professionalität der ERA Group. Das sind Experten, die sich mit jedem der von uns eingesetzten Materialien bestens auskennen. Daher war es eigentlich ganz einfach. Wenn man sich bei jedem Projekt auf einen Experten verlassen kann, ist es ein Leichtes, die gesetzten Ziele zu erreichen.“ – Rafael Suñé, CPO, ABB Spanien
ERA findet Einsparpotenziale dort, wo man sie am wenigsten erwartet – und verwandelt Komplexität in Kapital für Wachstum.

